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Rotwein Risotto mit Radicchio und Thymian

15. November 2017
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Man kann sagen was man will,aber er ist bald da,der Winter!!Und auch wenn mein Mann nach wie vor seine Rolle als selbsterklärter Grinch noch nicht ganz aufgeben mag,merke ich doch dass sein Widerstand täglich bröckelt. Aber mal ehrlich,was kann man denn an an Glühwein, Keksen und Comfort Food nicht gut finden? Spätestens wenn nach einem langen Spaziergang in eisiger Kälte eine dampfende Schale cremiges Risottos vor ihm steht, wissen wir beide,dass er den Winter doch nicht so schrecklich findet, wie er immer tut.

Risotto könnten wir eigentlich ständig essen, wenn das mit dem Rühren nur nicht so zeitintensiv wäre. Aber bei diesem Gericht hat es sich wirklich gelohnt sich mal eine halbe Stunde freizuschaufeln um ungestört in der Küche zu werkeln. Trotz oder gerade wegen dem Radicchio.

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An Radicchio und seiner leicht bitteren Note scheiden sich geschmackstechnisch sicherlich die Geister und bis vor einigen Monaten war ich zugegeben auch kein besonders großer Fan davon. Ich würde zwar nicht sagen, dass ich Radicchio Gerichten gegenüber grundsätzlich abgeneigt gewesen gewesen wäre, aber irgendwie schien er in meinem Geschmacksuniversum nicht so wirklich zu existieren. Ein paar Mal roh in schlecht angemachten Salat probiert und als eher unspektakulär befunden, wäre ich nicht im Traum auf die Idee gekommen mit Radicchio rumzuexperimentieren. Der Zufall wollte es aber so, dass ich diesen Sommer bei einem Abendessen in Parma,ein wirklich grandioses Risotto al Radicchio vorgesetzt bekam.

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Trotz aller meiner Vorbehalte war klar das ich es probieren musste, wie es da so seidig cremig, zart lila-rosé farben vor sich hin schimmerte. Und tatsächlich muss ich sagen, dass ich selten so ein leckeres Risotto gegessen habe. Es war einfach eines dieser Gerichte bei denen man irgendwie einen Kloß im Hals bekommt, weil es so verdammt heimelig schmeckt,das man sich wünscht man könne die Zeit anhalten und noch ein bisschen länger in diesem flauschigen Gefühl verharren. Hach ja !

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Von den Bitterstoffen des Radicchios war erstaunlicherweise so gut wie gar nichts mehr zu merken (dazu gibt es übrigens einen kleinen Trick,den ich euch weiter unten im Rezept verrate!) und auch mit dem Rotwein war es einfach so unwiderstehlich gut,dass ich gar nicht anders konnte als dem guten alten Radicchio noch eine Chance zu geben.

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Und noch ein kleiner Tipp in Sachen Risotto: Das perfekte Risotto steht und fällt ja meiner Meinung nach mit der richtigen Menge an Butter und Parmesan. Wenn ihr also das Gefühl habt, es mit Butter und Käse etwas übertrieben zu haben,dann haut ruhig noch ein Stückchen mehr rein. Und dann nochmal ein bisschen.Dann ist es perfekt!!!

Alles Liebe,

Eni

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Rotwein-Risotto mit Radicchio und Thymian

Zutaten:

  • 200 g Radicchio
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Öl
  • 1 EL Brauner Zucker
  • 120 ml Rotwein
  • 240 g Rundkornreis (Arborio, Carnaroli)
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Thymian
  • 100g Butter
  • 70 g Parmesan( gerieben)
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Den Radicchio putzen, waschen, in Streifen schneiden und kurz in eine Schüssel kaltem Wasser mit einem Schuss Essig geben.Dadrurch verliert er seine Bitterkeit.

Währenddessen die Zwiebel und den Knoblauch schälen, klein schneiden und in einem Topf in Öl glasig dünsten.

Den geschnittenen Radicchio aus dem Wasser nehmen und kurz in einer Salatschleuder trockenschleudern. Danach mit dem Thymian in den Topf geben und mit Zwiebeln und Knoblauch dünsten.

Den braunen Zucker dazugeben und kurz karamellisieren lassen. Anschließend mit dem Rotwein aufgießen und weich dünsten, bis der Wein fast vollständig eingekocht ist.

Nun den Reis hinzufügen und mit der Brühe nach und nach aufgießen, mit Salz und Pfeffer würzen und unter ständigem Rühren kochen lassen.

Die kalte Butter in Stücke schneiden und zusammen mit dem Parmesan zu dem Risotto geben. Alles kurz verrühren, den Topf mit einem Deckel verschließen,das Risotto vom Herd nehmen und vor dem Servieren etwa 3 Minuten ruhen lassen.

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