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From Field to Fork-Ein kulinarischer Blick hinter die Kulissen von Barilla

2. August 2017
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Wenn ich es mir aussuchen könnte würde ich wahrscheinlich alles was auf meinen Tisch kommt selbst zubereiten. Meine Pestis , Aufstriche, Gewürzsalze, Fonds, Marmeladen, Kräuteröle, Brote, Saucen , am besten auch noch die Nudeln. Denn nach einigen gruseligen Lebensmittelstudien weiß man heutzutage, dass man nur bei selbstgemachten Sachen mit 100 % Sicherheit sagen kann was drin steckt. Und obwohl es mir unheimliche Freude bereitet mir mein selbstgemachtes Nutella auf´s Brot zu schmieren oder immer Sommer mein Holunderblütensirup zu kochen, muss ich ganz ehrlich gestehen das ich das nicht schaffe. Neben drei Kindern, Haushalt, Fotografieren, Artikel schreiben, Mails beantworten und Freizeitstress muss es manchmal einfach schnell gehen. So gibt es bei uns z.B. oftmals Quiche mit fertigem Mürbeteigboden, Gnocchi oder Tortellini mit ein bisschen Salbeibutter, Süßkartoffelpommes aus dem Tiefkühlfach oder eben ganz simpel Nudeln, mit einer guten Sauce, ein paar Blättern Basilikum und ein bisschen Parmesan. Solange die Qualität und der Geschmack der Produkte stimmen habe ich keinerlei Bedenken hin und wieder auf Fertigprodukte zurückzugreifen.

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Als kleines Familienunternehmen in Parma gegründet, hat sich Barilla im Laufe der Jahre zu einem der größten Lebensmittelhersteller der Welt und der weltweiten Nummer eins im Pasta Sektor etablieren können. Ich selber kenne und benutze die Produkte von Barilla schon seit ich denken kann. Bereits die Spagetthi, die meine Mama mir als kleines Mädchen immer kochte kamen aus der charakteristischen blauen Box und das nicht zu unrecht. Die Nudeln sind einfach fantastisch und von Barilla´s Pesto Calabrese habe ich während meiner Studentenzeit quasi gelebt. Sogar die Soßen verwende ich als bekennende Selbermacherin desöfteren, vorallem als Basis zum experimentieren und wenn es besonders schnell gehen muss auch mal pur. Daher habe ich mich ganz besonders gefreut, als Barilla mich vor einigen Wochen fragte, ob ich anlässlich ihres 140-jährigen Firmenbestehens nicht Lust hätte mir live vor Ort in Italien anzuschauen, wie das Unternehmen seine Soßen, Nudeln und Pestos Schritt für Schritt herstellt. Diese einzigartige Möglichkeit, einen echten und unverfälschten Blick hinter die Kulissen eines globalen Lebensmittelherstellers werfen zu können, fand ich einfach wahnsinnig spannend und natürlich konnte ich nicht anders als Ja zu sagen.

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Anfang Juni flog ich also nach Parma und nach einem Begrüßungsabend mit Abendessen in der Academia Barilla, ging unsere Entdeckungsreise am nächsten Tag bereits um 7 Uhr morgens los. Mal davon abgesehen, das mir das frühe Aufstehen inzwischen quasi in Fleisch und Blut übergangen ist, bin ich auch sonst ein absoluter Morgenmensch. Die Stille die und friedliche Atmosphäre der frühen Morgenstunden hat, wie ich finde, etwas ganz besonderes und passte unheimlich gut zum Beginn unserer Tour! Unser erster Stop führte uns nämlich auf Barilla´s wunderschöne Basilikum Felder. Zu sagen, es wäre ein atemberaubender Anblick gewesen, wäre eigentlich untertrieben, denn das, was dort auf uns wartete glich einem endlos grünem Meer an Basilikumblättern und war fast schon ein bisschen unwirklich. Besonders bezaubernd war jedoch ganz klar der Duft, der sich mit der kühlen morgendlichen Brise vermischte und es tut mir im Herzen leid, dass ich euch diesen betörenden Basilikumaroma nicht per Geruchspost übermitteln kann.

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Um sein besonderes Aroma zu erhalten, wird der Basilikum für die Saucen und Pestis bereits am frühen Morgen geerntet. Zu hohe Temperaturen könnten sich schädlich auf die zarten und empfindlichen Basilikumblätter auswirken und sich neben dem Geschmack auch negativ auf die Farbe und die Beschaffenheit der Kräuter auswirken, deswegen sind die frühen Morgenstunden der optimale Zeitpunkt zum ernten.

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Der Basilikum wird mit einem speziellen Mähdrescher geerntet, der besonders fein mähen kann und statt der ganzen Pflanze nur die Spitzen oberhalb der Blattachseln abschneidet. Dadurch kann eine einzelne Pflanze bis zu insgesamt 5 mal geerntet werden. Nur wenige Meter vom Feld entfernt werden die geernteten Blätter weiterverarbeitet. Aus dem Mähdrescher wird der Basilikum in Auffangbehälter geladen, aus denen die Mitarbeiter, die Basilikumblätter aus der Mitte der Boxen herausnehmen um einen Luft und Hitzestau innerhalb der Behälter zu vermeiden.

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Nach den Basilikumfeldern ging es auf direktem Weg in das Barilla Werk nach Rubbiano. Hier werden die berühmten Saucen hergestellt und die Basilikum Blätter zu Pesto verarbeitet. Um die Frische und die besondere Farbe des Pestos sicherzustellen vergehen von der Ernte bis zur direkten Verarbeitung in der Fabrik nicht mal 2 Stunden. Auch was die restlichen Zutaten und Inhaltsstoffe, wie z.B. dem  Grana Padano stehen bei dem Unternehmen Qualität und Regionalität an oberster Stelle. Für die Herstellung des Pestos zum Beispiel wird 90% des Basilikum s direkt aus Parma bezogen und nur ein Bruchteil von 10 % aus Süditalien und auch bei der Auswahl des Käses achtet Barilla darauf ausschließlich Grana Padano mit dem italienischen Siegel für Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung (DOP) zu verwenden. Um ihrem Ziel „Wie aus der heimischen Küche, nur im großen Stil“ gerecht zu werden, verzichtet Barilla zudem bei allen ihren Saucen und Pestos ganz bewusst auf die Verwendung von künstlichen Farb- und Aroma Stoffe, gehärtete Pflanzenfette und -öle sowie künstlichen Konservierungsstoffen.

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Um keinerlei Keime, Bakterien oder Schmutzpartikel in die Anlage zu schleusen mussten wir uns vor betreten der Produktionsstätte allesamt kückengelbe Schutzanzüge und Haarnetze anziehen, mit unseren Schuhen über eine Art Desinfektions- und Reinigunsrolltreppe laufen und wurden in einem Aufzug mit ganz schön viel Luft durchgepustet und quasi von Kopf bis Fuß desinfiziert. In der Saucenfabrik wurde uns dann im Laufe einer sehr interessanten Führung gezeigt, wie der Basilikum gewaschen, der Käse und die Nüsse gelagert und gemahlen, zu Pesto verarbeitet und letztendlich mit der Hilfe von wahnsinnig komplexen Maschinen in Gläser gefüllt, etikettiert und verpackt werden. Auch in die Produktion der Tomatensaucen durften wir einen Blick werfen.

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Im Anschluss fuhren wir für eine kurze Verschnaufspause in die Academia Barilla, wo wir nicht nur eine kleine Kochvorführung bekamen, sondern auch ein paar wirklich leckere Pastagerichte zum Mittagessen. Nach einem Espresso ging es allerdings gleich weiter zu den Barilla Weizenfeldern und der Pasta Manufaktur. Seit 2009 hat sich das Unternehmen dem Projekt der nachhaltigen Weizen Kultivierung verschrieben. Die Qualität von guter Pasta hängt nämlich hauptsächlich von der Art des verwendeten Hartweizens ab. Um bei der Herstellung die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, legt Barilla getreu ihrem Motto: „Good for you- good for the planet“ nicht nur großen Wert auf die Verwendung von qualitativ hochwertigem Hartweizen, sondern setzt auch hier auf umweltfreundliche und schonende Methoden, wie z.B. lokalen Anbau und das Einsetzten von Marienkäfer als natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel. Aber auch was ihre Rezeptur angeht hat Barilla in den letzten Jahren kontinuierlich auf Zutaten umgestellt die den kleinsten CO2- Fußaufdruck aufweisen. Allein im Jahr 2016 wurden ganze 150 Rezepte der Barilla Gruppe neu und mit gesünderen Alternativen gestaltet. Zu der Barilla Gruppe gehören nämlich noch einige andere große Lebensmittelhersteller, wie z.B. der Kekshersteller Mulino Bianco und man glaubt es kaum : WASA. So wurden zum Beispiel in der Rezeptur vieler Backwaren Palmöl durch Pflanzenöl ersetzt. Besonders postitiv dabei ist, dass die neuverwendeten Zutaten sich nicht nur schonender auf die Umwelt auswirken, sondern vor allen Dingen auch gesünder für den Verbraucher sind.

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Zu guter Letzt ging es in das Barilla Pastawerk und obwohl wir zu diesem Zeitpunkt bereits seit 10 Stunden auf den Beinen waren, hatte ich mich auf diesen Programmpunkt ganz besonders gefreut. Pasta herzustellen finde ich nach wie vor einen wirklich beeindruckenden Prozess und bin jedes Mal auf´s Neue erstaunt, wie man aus so wenigen Zutaten etwas so wundervolles erschaffen kann. Schon bevor wir das Gebäude betreten hatten, wehte uns der einladende Duft von warmen Teigwaren in die Nase und auch drinnen gab es unglaublich viel zu sehen. Riesige Maschinen, die unwahrscheinliche Mengen an Spagetthi, Lasagneplatten , Fussili, Farfalle und alle möglichen anderen Nudelformen produzieren, Teige walzen und schneiden. Die fertige Pasta, die aus den Maschinen kommt ist noch ganz warm und fast schon weich und biegsam. Nachdem sie gründlich trocknet und aushärtet, wird sie in einer angeschlossenen Halle verpackt und ist von dort aus bereit in die Welt verschickt zu werden.

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Den Rest des Tages, verbrachten wir in den wunderschönen kleinen Gassen von Parma, tranken Prosecco, aßen jede Menge Gelato und ein sensationelles Abendessen mit köstlichen regionalen Spezialitäten, wie Ricotta Ravioli in Salbei Butter, Raddichio Risotto und frittiertem Brot. Alles in allem, war es wirklich eine ganz wundervolle Erfahrung einem so großen Unternehmen hautnah bei der Arbeit über die Schulter schauen zu dürfen und es ist wirklich beachtlich welche Anstrengungen die Firma Barilla vor allem in den letzten Jahren, in Bereichen Verbrauchertransparenz, Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit auf sich genommen hat. Aber auch sonst sind solche Reisen etwas ganz besonderes. Man lernt unheimlich viele inspirierende und tolle Menschen kennen. Wir hatten zwar nur eine kurze, dafür aber eine ganz fantastische gemeinsame Zeit und so bin ich nicht nur mit der Gewissheit im Gepäck nachhause, das meine Lieblingsnudeln und Saucen wirklich zu 100% natürlich sind , sondern auch mit einem Kopf voller neuen Ideen.

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Dieser Post ist in freundlicher Zusammenarbeit mit der Firma Barilla entstanden

 

 

 

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