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Impressionen vom WASA Urban Gardening Workshop und warum es sich manchmal lohnt die Zähne zusammenzubeißen

18. Juni 2017
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Gärtnern ist ja eigentlich gar nicht so mein Thema.Die Schuld daran gebe ich da zum einen dem Umstand, das ich durch und durch gartenlos aufgewachsen und mit dem Thema nie wirklich in Berührung gekommen bin. Zum anderen war ich schon seit jeher davon überzeugt, das ich das nicht kann. Pflanzen am Leben erhalten und so.

Ihr kennt das ja sicherlich auch. Es gibt so Dinge bei denen man einfach sagt : Wie toll!! Das will ich auch können! Und obwohl man voller Euphorie steckt und mit Feuereifer an die Sache geht stellt fest man in den meisten Fällen fest: Puh, das geht ja doch nicht so einfach! Und schon ist sie da, die kleine gemeine Stimme die sagt: Viel zu kompliziert! Kann ich nicht! Thema erledigt.

Und eigentlich ist das totaler Quatsch. Denn wenn ich in den letzten Jahren etwas gelernt habe, dann ist es, das man sich eigentlich alles aneignen kann, wenn man es wirklich, wirklich möchte. Der Rest ist einfach nur so eine Art Bequemlichkeitsproblem. Könnte ja schief gehen, könnte ja anstrengend sein. Könnte ja sein das man sich richtig ins Zeug legen und die Hände schmutzig machen muss. Nee, lieber nicht! Ich bleib lieber auf dem Sofa und schau noch ne Runde Netflix! Da bin ich super drin, da macht mir keiner was vor!

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Als ich vor zweieinhalb Jahren meine ersten Instagram Bilder gepostet hatte, konnte ich außer kochen eigentlich gar nichts. Ich hatte weder Ahnung vom Fotografieren, noch von Lichtverhältnissen,von Bildbearbeitung und Food Styling ganz zu schweigen. Rückblickend betrachtet waren meine Bilder von damals eine mittelschwere Katastrophe. Aber ich hatte ein Ziel vor Augen, ein ganz klares. Ich wollte meinen eigenen Food Blog haben. Einen richtig schönen. Nicht nur eine Rezepte Sammlung, sondern eine Seite auf welche die Leute kommen um sich Inspirationen zu holen und sich beim Anschauen der Bilder einfach wohlfühlen. Und obwohl ich offen gestanden ein sehr bequemer Mensch sein kann, der (vor allem wenn um Sport und Kehrwoche geht) um keine Ausrede verlegen ist, war es mit dem Fotografieren von Anfang an etwas anderes. Ich wollte das. Ich wollte das so sehr können, das mich noch nicht mal das allerschlimmste Bild davon abhalten konnte, dran zu bleiben.

Einer der wichtigsten Punkt für mich, war es, mir immer wieder Inspirationen zu holen. Egal ob das nun Bilder auf Instagram waren, schöne Kochbücher, Zeitschriften oder andere Food Blogs. Mir hat es unheimlich viel gebracht mir Bilder anzuschauen , Techniken zu analysieren und mir zu verdeutlichen: Was möchte ich eigentlich? Was finde ich schön? Was passt zu mir? Je klarer, je konkreter nämlich das Ziel ist, das man vor Augen hat, desto größer ist die Motivation am Ball zu bleiben. Sobald man weiß wo es lang geht, ist der oft Weg gar nicht mehr so verworren.

Für alle, die übrigens noch dabei sind und sich fragen, was zur Hölle das Ganze jetzt mit Urban Gardening zu tun hat, ich verspreche euch, ich bin bald soweit.

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Letzte Woche wurde ich also von Wasa zu einem Urban Gardening Workshop in Berlin´s grünsten Hinterhof eingeladen. Urban Gardening war mir schon seit längerem ein Begriff, aber da mein Daumen ja bekanntlich eher grau als grün ist hatte ich mich mit der Thematik noch nicht großartig auseinander gesetzt. Im Grunde versteht man unter Urban Gardening das Bepflanzen von städtischen Räumen und den Anbau von Obst, Kräutern und Gemüse in Hinterhöfen, auf Dachterassen und dem eigenen Balkon. Den Garten quasi in die Großstadt holen. Oder auch ins Schlafzimmer wenn man so mag, denn der Trend Urban Gardening beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf draußen.

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Für den Workshop hatte Wasa einen schnuckeligen kleinen Hinterhof und eine bezaubernde Altbau Wohnung in Friedrichshain in ein wunderschönes Elfen-Kräuter-Wunderland verzaubert. Es war wirklich, wirklich atemberaubend. Die verschiedensten Kräuter, Paprika, Tomaten, Auberginen in Weinkisten, Reissäcken und alten Paletten gepflanzt, Sukkulenten und Wiesensträußchen soweit das Auge reichte und eine Wohnung die wirklich von oben bis unten einem grünen Dschungel glich. Zur Begrüßung gab es wunderschöne Blumenkränzchen für´s Haar. Hach, es war wirklich als wäre man für einige Stunden in einem märchenhaft grünem Paralleluniversum.

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Nach den Begrüßungsdrinks ging es mit dem Workshop los, wir waren ja schließlich nicht nur zum Essen und Trinken gekommen. Insgesamt bestand der Workshop aus vier unterschiedlichen Stationen. Die wunderbare Nadine von Dreierlei Liebelei erklärte uns wie man aus Tomatensamen die leckersten Tomaten ganz leicht selbst heranziehen kann und wie man aus den Resten eine tolle Tomaten Salsa herstellt. Die liebe Sandra von Mr.Greenball zeigte uns das man aus ein paar Glasbehältern, ein wenig Erde, Moos und Sukkulenten die allerschönsten grünen Deko Elemente zaubern kann. Das zauberhafte Gartenfräulein Silvia erklärte wie man ein Hochbeet richtig bepflanzt und die fantastische Sophia kredenzte einen unheimlich leckeren Knäckebrotsalat aus Löwenzahn und Rucola und essbaren Kräutern aus freier Wildbahn.

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Und so ganz beiläufig, während Tomatensamen trockenreiben und in der Erde wühlen, stellte ich fest das ich das vielleicht doch ganz gut könnte. Das mit dem Pflanzen am Leben erhalten und so. Das mir vielleicht einfach nur die Inspiration und der richtige Ansatz gefehlt haben um mich für das Thema Gärtnern zu faszinieren. Nur weil man etwas (noch)nicht kann, bedeutet es nicht , das man es nicht lernen kann. Ich werde mich jetzt auf jeden Fall mit ausreichend Lesestoff und Pinterest Bildern eindecken und dann kann die Urban Garden Party aber starten!

(Ähm ja, das hat jetzt ganz schön lange gedauert den Bogen zu schlagen, aber immerhin!)

Aber nochmal zurück zum Thema Essen: Auch Wasa hat natürlich kulinarisch alle Register gezogen und uns mit den köstlichsten Knäckebrot Kreationen verwöhnt. Kräuterige Kirschkonfitüre mit gebratenen Waldpilzen , Wasabi Creme mit Shiso Kresse und Balsamico Reduktion undLachs Tartar mit eingelegtem Ingwer waren nur einige der wahnsinnig leckeren Kombinationen, die wir von unserem ganz eigenen Chefkoch aufgetischt bekamen. Zwischendrin gab es erfrischende Cocktails, leckeren Kaffee und schwedische Mandeltorte und zum Abschluss natürlich noch ein Dinner mit Live Musik von einem schwedischen Duo. Und das alles natürlich inklusive Elfenland Flair. Eine Mischung aus Herr der Ringe und schwedischem Midsommer, sag ich nur.  IMG_9894

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Wer sich übrigens für das Thema Urban Gardening oder Gärtnern im Allgemeinen interessiert, dem kann ich die Blogs der vier bezaubernden und inspirierenden Mädels wärmstens empfehlen. Man findet neben leckeren Rezepten auch viele hilfreiche Tipps und Tricks und wahnsinnig schöne Ideen, wie man nicht nur seinen Garten und Balkon, sondern auch restliches sein Zuhause mit ganz einfachen Mitteln grüner machen kann.

Ich bin jedenfalls völlig berauscht und mit großen (grünen)Pläne im Gepäck aus Berlin zurückgekehrt. Und ich glaube, wenn ich mir ganz, ganz viel Mühe gebe, kommt er doch noch hervor, mein grüner Daumen!

Hach, was wird das schön!

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